Rasseportrait

Der Appaloosa, ein mittelgroßes Pferd oft mit einer sehr eigenwillig Färbung, hebt sich aus der Masse der Pferde hervor, nicht nur rein optisch, sondern auch aufgrund seiner guten Eigen- schaften, seiner Intelligenz, seiner Vielfältigkeit und seiner Nervenstärke.
Die Geschichte dieser Pferderasse gründet auf einer der vielen Unrechtsgeschichten, die sich in der USA im Laufe der Auseinandersetzungen zwischen den weißen Siedlern bzw. der US Armee und den unzähligen Indianervölkern er- eignet haben.
Ursprünglich wurden die Appaloosa von den Stämmen der Nez Perce Indianern
gezüchtet

Wie die Nez Perce Indianer „aufs Pferd gekommen“ waren.


Einer der Nez Perce Stämme lebte 1870 am Palouse-River, einem Nebenfluß zum Snake River. Er hatte eine riesigen Herde gefleckter Pferde. Die ersten weißen Siedler nannten diese Pferde "Palousy“ oder „Palousy horse“. Bald gab man diesen Namen allen gefleckten Pferden der Umge- bung und schließlich entwickelte sich im Sprachgebrauch das Wort „a Palousy“ zu „Apalousy“ und schließlich zum heutigen „Appaloosa".
General Howard forderte 1877 einiger Stämme der Nez Perce auf, in ein Reservat zu ziehen. Im Ver- lauf des Umzuges, der aufgrund einiger Mißverständnisse zu einer Hetzjagd wurde, kam es zu eini- gen Auseinandersetzungen mit der US-Armee, welche viele Opfer unter den Indianern und auch den Pferden forderten. D ie überlebenden Pferde wurden durch eine Auktion in alle Teile des Landes verstreut, was fast dem Niedergang der Rasse Appaloosa gleichkam.

Aus einem Umzug wurde eine Hetzjagd.


Rettung der Rasse

1894 erwarb der Rancher Claude Thompson seinen ersten Appaloosa und erkannte die Qualität und die Ausdauer dieser gefleckten Indianerpferde. Er begann sie zu kaufen und zu züchten und setzte sich unermüdlich für den Erhalt der Rasse ein. 1937 traf Thompson auf Dr. Francis Haines, einem Geschichtsprofessor vom North Idaho College in Lewiston. Auch Haines war von den Eigenschaften der Appaloosa überzeugt und arbeitete nun mit Thompson daran, den Grundstein für die Registrie- rung und Anerkennung der Pferde als eigenständige Rasse zu legen.
Am 30 Dez. 1938 war es dann soweit. Der
Appaloosa Horce Club (ApHC) wurde nach dem Gesetz des Staates Oregon amtlich eingetragen! Das Ziel des damaligen ApHC war es, Aufzeichnungen und historische Daten über die Herkunft der Appaloosa zu sammeln und einen Abstammungsnachweis und Registrierungspapiere für solche Pferde auszustellen, die als neuer Grundstock für die Rasse geeignet erschienen. Da der Grundstock der Pferde zu klein war, mußten andere Rassen eingekreuzt werden, um den Genpool gesund zu erhalten.Es wurden Rassemerkmale und –standards für die Rasse Appaloosa beschrieben.

Rassemerkmals und -standards


Vom Ranchpferd zum vielseitigen Sport- und Familienpferd.
So wie die Appaloosa sich zuvor bei den Arbeiten auf der Farm bewährten, so findet man sie heute in Western Shows, aber auch im Dressur- und Springreiten, sowie auf der Rennbahn, oder beim Wan- der- und Distanzreiten. Unter Freizeitreitern ist der Appaloosa aufgrund seiner Gelassenheit sehr gefragt. Man findet Appaloosa bei englisch gerittenen Jagden oder beim Polo, wo sie ihre Wendigkeit und Härte beweisen. Aufgrund ihrer Nervenstärke und der sehr guten Bewegung eigenen sie sich aber auch zum Fahren, zum Voltigieren und zum Therapeutischen Reiten. Heute sind weit mehr als 630 000 Appaloosa beim ApHC registriert.


Unsere Zuchtidee
Da der Grundstock der originalen Appaloosa- Pferde aus indianischem Besitz sehr klein war, wurde arabisches Vollblut eingekreuzt und ab Mitte der 60er Jahre verstärkt auch Quarter- horses. Letztere stellen heute den überwiegen- den Fremdblutanteil bei den Appaloosa dar, mit Vor- und Nachteilen für die Rasse. Im Sport mag der hohe QH Anteil eine gewisse Differenziert- heit der Pferde gebracht haben, aber es fand sich dadurch auch das bei den QH mittlerweile als schlecht er- kannte Zuchtziel „schmales Fundament bei massigem Körper“ in unserer Rasse wieder. Aus diesem Grund legen wir bei unseren "HR- Appa- loosa“
  vermehrt Wert auf einen hohen Foundationblut- anteil, auf eine gesundes Fundament, die Gesundheit, die Gutmütigkeit und die Vielseitigkeit unserer Pferde. Auch wenn es den „Original Appaloosa“ der Josef-Sippe so nicht gab, so versuchen wir in unserer Zucht eine Vereinigung der guten Eigenschaften der Pferde der Nez Perce zu erreichen. Somit streben wir nach korrekt ge- bauten, leistungsstarken, leichtrittigen, gut- mütigen und sehr umgänglichen Pferden, die oft auch noch individuell gefärbt sind.


Wenn Sie Interesse an unserer Rasse haben, dann besuchen Sie uns einfach. Gerne zeigen wir Ihnen unsere Pferde und dann können Sie selbst beurteilen, ob wir unser persönliches Zuchtziel erreicht haben.

 

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